St. Ottilien
Durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien konnten die CO2-Emissionen der gesamten Anlage rund um das Kloster St. Ottilien um 90 % reduziert werden.
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Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. Wolfgang Mauch Geschäftsführer ( 089 ) 158121 - 0 wmauch@ffe.de |
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besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt Fast vollständiger Verzicht auf fossile Brennstoffe |
| Einsparungen | CO2 | 2.500 t / Jahr |
| Aufwand | Gesamtkosten | 6.100.000 € | |
| Bemerkungen | Finanziell gefördert wurde das Projekt über einen KfW-Kredit und über einen Zuschuss aus dem CO2-Minderungsprogramm in Bayern. | ||
| Förderung | 175.200 | Kredit | |
| Zuschuss | |||
| Fördergeber | KfW (Kredit), Bayerisches Landesamt für Umwelt (Zuschuss) | ||
Auslöser
Zunehmende Kosten und Umweltbedenken veranlassten das Klosterdorf St. Ottilien dazu, seine CO2-Emissionen durch Senkung des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen (rund 700.000 Liter Heizöl im Jahr) um 90 % zu reduzieren.
Durchführung
Es wurden ein umfangreiches Programm zur Wärmedämmung durchgeführt und ein hocheffizientes Fernwärmesystem installiert, das 45 Gebäude, einschließlich einer Schule und des Klosters selbst, versorgen kann. Eine thermografische Analyse des Gebäudebestands führte zu einer energieeffizienten Renovierung. Hierbei wurden Wärmedämmmaßnahmen durchgeführt, Fenster ausgetauscht sowie das Heizsystem und die Dampferzeugung gemessen und optimiert.
Weiterhin wurden eine zentrale Wärmeversorgung mit zwei Holzpelletkesseln sowie eine mit Biogas arbeitende Kraftwärmekopplungsanlage installiert, die 90 % der Wärmeversorgung und 100 % der
Stromversorgung des Klosters abdeckt.
Im Jahr 2010 wurde eine Biogasanlage in Betrieb genommen, die 250 kW Elektroenergie liefert und soviel Wärme produziert, dass im Sommer die Wärme- und Warmwasserversorgung vollständig ohne Hackschnitzel oder Heizöl erfolgen kann.
Die neue Energieversorgung der Erzabtei St.Ottilien ist bei einem Wettbewerb der Europäischen Kommission nominiert worden. Aus dreihundert Bewerbern ist die Erzabtei unter die ersten drei gekommen. Der Modellcharakter für die Energieversorgung eines ganzen Dorfes mit den vor Ort vorhanden Ressourcen Gülle, Gras, Mais und Holz war entscheidend.
Tipps
Dieses Projekt kann als Grundkonzept für andere Dörfer dienen, in denen Gebäude zu heizen sind, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. Die Modernisierung von Gebäuden sorgt für erhebliche Einsparungen von Heizöl oder Gas. Um eine Überdimensionierung zu vermeiden, ist es wichtig, bei den Kalkulationen von dem niedrigeren Energieverbrauch nach Durchführung der Dämmmaßnahmen auszugehen.
Auszeichnung
04/2011 ManagEnergy Local Energy Action Award
verliehen von: Europäische Kommission
Energie in Bayern – Karten
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technische Hinweise
Struktur des Anteils (2011: 29,2%) erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung in Bayern mehr
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