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Heizungsumwälzpumpen

Hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen erbringen die gleiche Pumpleistung wie herkömmliche Pumpen mit bis zu 80 % weniger Strom. Mit unserem Gutschein erhalten Sie ein kostenloses Beratungsgespräch über den Einbau einer hocheffizienten Heizungsumwälzpumpe und einen hydraulischen Abgleich.

Mit der hocheffizienten Heizungsumwälzpumpe sparen Sie Stromkosten:

  • Die alten ungeregelten Standardpumpen arbeiten ununterbrochen mit konstant hoher Leistung. Diese Pumpen können die Veränderung des Wasserdrucks in der Leitung nicht erkennen und pumpen weiter, selbst wenn mehrere oder alle Ventile der Heizkörper zugedreht sind.
  • Eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe hingegen erkennt die Veränderungen des Wasserdrucks in der Leitung und reagiert darauf, indem sie ihre Leistungsaufnahme den veränderten Druckverhältnissen anpasst. Wenn die Ventile der Heizkörper zugedreht werden, arbeitet die Hocheffizienzpumpe langsamer und verbraucht dadurch weniger Energie.
  • Nicht nur die Steuerung der Hocheffizienzpumpen ist fortschrittlich, sondern auch der Motor, der außerordentlich wenig Strom benötigt. Es handelt sich um einen elektronisch geregelten Synchronmotor mit Permanentmagnet-Rotor. Er erreicht im Vergleich zu den herkömmlichen Pumpen (Asynchronmotor) einen viel höheren Wirkungsgrad.
Gutschein-Aktion
Das Bayerische Landesamt für Umwelt unterstützt den Einsatz hocheffizienter Heizungsumwälzpumpen mit der Aktion

"Gutschein für eine kostenlose Beratung vor Ort".

Bayerische Installationsbetriebe, die an der Aktion teilnehmen, beraten Sie zu Hause kostenlos (auch ohne Anfahrtskosten) über:
den Einbau einer hocheffizienten Heizungsumwälzpumpe
einen hydraulischen Abgleich Ihrer Heizungsanlage

Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin.

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Wie das geht?

Ganz einfach. Senden Sie folgende Erklärung unterschrieben an uns zurück. Wir werden daraufhin Ihre Adressdaten auf dieser Internetseite veröffentlichen. So kann der Kunde, der den Gutschein einlösen möchte, Ihren Betrieb leicht finden.

Verpflichtungserklärung der Installateure
So erkennen Sie hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen
Seit Januar 2013 dürfen von der Industrie nur noch hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen in den Handel gebracht werden.

Hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen waren bisher an dem von den Herstellern freiwillig verwendeten Energielabel A erkennbar. Seit Januar 2013 dürfen ineffiziente Pumpen nicht mehr in den Handel gebracht werden. Das Energielabel wird durch eine neue von der EU vorgeschriebene Kennzeichnung ersetzt.
Beim Kauf einer Pumpe ist zukünftig auf den Energie-Effizienz-Index (EEI) zu achten, der ab 2013 sowohl auf der Verpackung, als auch auf dem Typenschild der Pumpe angegeben sein muss. Der Referenzwert für die effizientesten Umwälzpumpen ist EEI ≤ 0,20. Zusätzlich tragen viele Produkte das Label "ErP ready". Es zeigt an, dass eine Pumpe die zukünftigen Anforderungen der EU-Verordnung erfüllt.
Nach der Verordnung (EG) Nr. 641/2009 dürfen ab Januar 2013 neu installierte externe Umwälzpumpen (Nassläuferpumpen, die außerhalb des Wärmeerzeugers installiert sind) einen EEI von 0,27 nicht mehr überschreiten. Ab August 2015 wird der EEI-Grenzwert nochmals auf 0,23 herabgesetzt. Er gilt dann auch für Pumpen, die z. B. in neu installierte Wärmeerzeuger oder Solarstationen eingebaut werden. In einem letzten Umsetzungsschritt gelten die Vorgaben ab 2020 auch für den Austausch integrierter Pumpen in bestehenden Wärmeerzeugern. Von den Vorgaben betroffen sind alle Nassläufer-Umwälzpumpen im Heizungs- und Klimabereich.
Die Berechnung des EEI von Heizungsumwälzpumpen erfolgt durch ein messtechnisches Verfahren. Dabei wird die Leistungsaufnahme der Heizungsumwälzpumpe in vier verschiedenen Betriebspunkten gemessen. Daraus resultiert die mittlere Leistungsaufnahme der Pumpe. Dieser Wert wird ins Verhältnis zu einer typischen Leistungsaufnahme vergleichbarer Heizungsumwälzpumpen mit gleicher hydraulischer Leistung gesetzt. Das Ergebnis der Berechnung ist der EEI. Je kleiner der EEI, desto weniger elektrische Energie verbraucht die Pumpe.
So ermitteln Sie die jährlichen Stromkosten für Ihre zur Zeit eingesetzte Pumpe
Sie können die jährlichen Stromkosten für Ihre zur Zeit eingesetzte Pumpe näherungsweise ermitteln. Hierzu lesen Sie an Ihrer Pumpe den Wert für die Leistungsaufnahme ab:

Nachstehende Grafik zeigt die anfallenden Stromkosten für den jährlichen Betrieb von Pumpen mit unterschiedlicher Leistungsaufnahme.

Beispiel: Bei einer Pumpe mit einer Leistungsaufnahme von 93 W (siehe Abbildung unten) zahlen Sie jährlich über 130 € Stromkosten.

Zum Vergleich: Wenn Sie dagegen eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe mit einer Leistungsaufnahme von nur 15 W einsetzen, entstehen Ihnen maximal 22 € Stromkosten und Sie sparen jährlich über 100 € (Rechnung: 130 € - 22 € = 108 €).

Was kostet eine neue Pumpe?
Eine alte Pumpe lässt sich relativ einfach gegen eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe austauschen. Ein Pumpentausch kostet zwischen 300 und 400 €, inklusive einer halben Arbeitsstunde eines Handwerkers für die Montage (zuzüglich Anfahrtskosten).

Wann rechnet sich der Pumpentausch?
Dass sich die Investition lohnt, zeigt die Grafik unten. Die Anschaffungskosten für die hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe (hier blau dargestellt) sind zwar höher als für eine Standardpumpe. Allerdings sind die eingesparten Stromkosten bei aktuellen Tarifen und einer durchschnittlichen Betriebsdauer von 15 Jahren beträchtlich.
Fakten über Heizungsumwälzpumpen
  • Typenschild einer Heizungsumwälzpumpe; im Bild eine Pumpe mit dreistufiger Einstellmöglichkeit der Leistungsstufe (roter Schalter); eingestellt ist die Stufe 3 (93 Watt Leistungsaufnahme, Abbildung: WILO SE (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt).
  • Jährliche Stromkosten für eine Heizungsumwälzpumpe in Abhängigkeit von ihrer Leistungsaufnahme; Grün = hocheffiziente Pumpe; Blautöne = herkömmliche ungeregelte Pumpen; Annahme: 6.000 Betriebsstunden, Strompreis 28 Cent/kWh (Quelle: Energie-Atlas Bayern).
  • Strom-, Anschaffungs- und Montagekosten für eine hocheffiziente Pumpe. Im Vergleich dazu die Kosten für den Betrieb einer alten Pumpe  (Quelle: Energie-Atlas Bayern).
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Warum ist ein hydraulischer Abgleich wichtig?
Der hydraulische Abgleich bewirkt, dass alle Heizkörper - auch diejenigen, die von der Pumpe weit entfernt liegen - gleich warm werden.
Ohne hydraulischen Abgleich werden die nahe am Heizkessel liegenden Heizkörper oft wärmer als die weit entfernt liegenden. Das liegt daran, dass Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands geht, und daher weniger warmes Heizwasser die entfernt liegenden Heizkörper erreicht. Als häufige Gegenmaßnahme wird leider oft die Leistung der Heizungspumpe erhöht, damit auch die entfernt liegenden Räume warm werden. Dies ist eine sehr teure Gegenmaßnahme, denn der Stromverbrauch der Pumpe steigt dadurch an. Außerdem werden die der Pumpe nächstgelegenen Heizkörper dadurch zu warm und die Strömungsgeräusche im Rohrnetz können zunehmen. Die beschriebenen Nachteile werden durch den hydraulischen Abgleich verhindert. Ein Heizungsfachmann muss dafür zunächst den Wärmebedarf jedes Raumes und des Rohrnetzes berechnen. Danach kann er jeden Heizkörper durch die richtige Einstellung von Ventilen, von Differenzdruckreglern oder Rücklaufverschraubungen an die Anforderungen anpassen. Falls die Heizkörper nicht mit diesen Utensilien ausgestattet sind, werden sie im Nachhinein eingebaut. Nach einem hydraulischen Abgleich ist der Weg oft frei für eine kleinere Pumpe oder im Idealfall für eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe.
Wer kann seine Pumpe austauschen?
Die hocheffizienten Heizungsumwälzpumpen sind grundsätzlich für alle Anwendungen geeignet:
Radiatorheizung, Fußbodenheizung, Solaranlage und Trinkwarmwasserzirkulation.
Bei Solaranlagen muss die maximal zulässige Betriebstemperatur beachtet werden.
Bei Kaltwasseranlagen hingegen ist die mindestens zulässige Betriebstemperatur zu berücksichtigen.
Vor einem Austausch von Pumpen, die in die Heizkessel integriert sind, sollte vorher der Hersteller gefragt werden, ob die Hocheffizienzpumpe eingebaut werden darf. Es besteht hier die Möglichkeit, dass die Pumpenleistung nicht ausreicht, um das vom Kessel erhitzte Wasser schnell genug in den Heizkreislauf zu transportieren. In solchen Fällen kann es zu einer Überhitzung und Beschädigung des Kessels kommen.