Ernährung

Unsere Lebensmittel versorgen unseren Körper mit Nährstoffen und liefern ihm die täglich benötigte Energiezufuhr. Allerdings ist noch zu wenig bekannt, dass sie auch Energie beanspruchen: Angefangen bei der landwirtschaftlichen Produktion, der Verarbeitung, der Verpackung, dem Transport bis hin zur Lagerung.

Energie-3-Sprung – was tun?
Dabei ist eine klimafreundliche und nachhaltige Ernährungsweise am Ende gar nicht so schwierig, wenn die gewohnten Einkaufsmuster überdacht werden. Fast überall findet der Verbraucher heute vielfältige Einkaufsstätten, die ein Angebot regionaler, saisonaler und biologisch erzeugter Lebensmittel vorhalten.

Wenn Sie und Ihre Familie z. B.

etwas weniger Fleisch essen als bisher, aber auf gute Qualität achten,
saisonales Obst und frisches Gemüse aus der Region bevorzugen,
zunehmend auch Bioprodukte in den Einkaufskorb packen und
Getränke in Mehrwegverpackungen und von regionalen Produzenten vorziehen

… dann ist das gut für unser Klima und senkt den Energieverbrauch.
Vorteile / Nutzen – was bringt es?
Dabei bringt eine nachhaltige Ernährungsweise nicht nur für den Klimaschutz einen Nutzen, sondern z. B. auch für Ihre Gesundheit.

Weitere Vorteile sind z. B.

der Erhalt der Ertragskraft der Böden und der biologischen Vielfalt durch eine Natur schonende Landwirtschaft, wie dem Ökolandbau,
die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen in Landwirtschaft, Produktion und Handel sowie
die Vermeidung zusätzlicher Luft- und Lärmbelastungen durch kurze Transport- und Lieferwege.
Daten / Fakten – wo stehen wir?
In der Erzeugung von Fleisch steckt deutlich mehr Energie als in der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel; auch die Herstellung konventionell produzierter Lebensmittel verbraucht mehr Energie als die entsprechender Bioprodukte. Dies hat deutliche Unterschiede bei der Treibhausgasbilanz zur Folge. Der Ökolandbau und die Nachfrage nach Bioprodukten nehmen bereits stetig zu. Hierzu einige Daten und Fakten:

Bundesbürger verbrauchen heute etwa 90 kg Fleisch im Jahr. Abzüglich von Knochen, Futter etc. landen davon etwa 60 kg auf dem Teller. Der 10-Jahres-Trend ist gleichbleibend. In Europa verzehren beispielsweise Spanier und Dänen mit etwa 80 kg deutlich mehr, die Schweden und Finnen dagegen mit etwa 50 kg weniger als wir.
Treibhausgase je 1 kg Lebensmittel im Vergleich:
Kartoffeln (Bio): 0,03 kg
Kartoffeln: 0,09 kg
Kartoffeln Kühlhaus: 0,14 kg
Weizen (Bio): 0,27 kg
Weizen: 0,40 kg
Schweinefleisch (Bio): 3,01 kg
Schweinefleisch: 3,22 kg
Rindfleisch (Bio): 11,4 kg
Rindfleisch: 13,3 kg
Der Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche hat sich seit 2000 mehr als verdoppelt.
Bayern von 2000 bis 2009: 2,8 % auf 5,8 %
Deutschland von 2000 bis 2009: 3,2 % auf 5,6 %
Der deutsche Markt für Bioprodukte wächst seit vielen Jahren zweistellig und lag in 2008 bei 5,8 Milliarden Euro. Der Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt lag damit aber erst bei 3,5 %.

Links und Downloads

Fleischverzehr
Deutscher Fleischer-Verband e. V.:
Daten und Fakten zum Fleischverzehr

Treibhausgase je 1 kg Lebensmittel im Vergleich
Umweltbundesamt (UBA):
Probas-Datenbank

Flächen mit ökologischer Landwirtschaft
Länderinitiative Kernindikatoren (LiKi):
Indikatoren "Ökologische Landwirtschaft“

Bioprodukte
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL):
Internetseite "Bio-/ Ökoprodukte“

Nachhaltiger Warenkorb
Rat für Nachhaltige Entwicklung:
Der nachhaltige Warenkorb

Persönliche CO2-Bilanz
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
CO2-Rechner

Standbild

Herzlich willkommen
im Energie-Atlas Bayern!

Gerne führe ich Sie durch unser Angebot,
ganz wie Sie wollen:





Bitte diese Hilfe beim nächsten Start nicht mehr einblenden .